Unsere Glaubensprinzipien

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VON DER GEMEINDE

Wir glauben, dass alle, die an Jesus Christus glauben, Ihn als persönlichen Herrn und Heiland angenommen haben, vom Heiligen Geist unverzüglich in den einen geistigen Leib hineingetaucht werden [63], die Gemeinde, welche auch die Braut Christi ist (2. Kor. 11,2; Eph. 5,23-32; Off. 19,7-8), das Haupt der Gemeinde ist Christus (Eph. 1,22; 4,15; Kol. 1,18). 

 

Wir glauben, dass die Gemeinde einen einzigartigen geistlichen Organismus darstellt, der von Jesus Christus geschaffen wurde und aus den wiedergeborenen Gläubigen der gegenwärtigen Zeit besteht (Eph. 2,11; 3,6). Die Gemeinde ist ein von Israel getrenntes Volk Gottes (1. Kor. 10,32). Sie wurde am Pfingsttag gegründet (Apg. 2,1-21 & 38-47). Die Gemeinde wird auf der Erde bis zum Zeitpunkt ihrer Entrückung durch Jesus Christus erbaut. Danach wird sie mit Christus ewig bleiben (1. Kor. 15,51-52; 1. Thes. 4,13-18).

 

Wir glauben, dass das Neue Testament ganz klar die Gründung und die prioritäre Rolle der lokalen Gemeinden lehrt und definiert (Apg. 14,23 & 27; 20,17 & 28; Gal. 1,2; Phil. 1,1; 2. Thes. 1,1)  und dass die Mitglieder eines geistlichen Leibes die Gemeinschaft in einer lokalen Gemeinde nötig haben (1. Kor. 11,18-20; Hebr. 10,25). Dem Gebot Jesu Christi, der Lehre seiner Apostel [64] und dem Beispiel der apostolischen Zeiten folgend sowie zur Erfüllung der Gebote des Neuen Testamentes[65] hat ein jeder Gläubige die Pflicht, nicht allein zu bleiben, sondern sich anderen Jüngern Christi, den Gliedern eines Leibes[66], wie ein lebendiger Baustein des einen Hauses Gottes[67], anzuschließen, um sich gegenseitig zu erbauen, zu trösten und einander auf dem Weg der Erlösung[68] zu helfen sowie in der Lehre der Apostel, in der Gemeinschaft, im Brotbrechen und im Gebet (Apg. 2,42) zu bleiben. Eine solche Vereinigung der wahren Jünger Christi, die auf dem Grund des Wortes Gottes erbaut wurde, ist die Gemeinde Jesu Christi. Das Wort Gottes – die Bibel – stellt eine unveränderbare Regel und Anleitung für die Gemeinde dar[69].

 

Die Diener der Gemeinde

Wir glauben, dass Jesus Christus die einzige höchste Autorität und das Haupt der Gemeinde ist (1. Kor. 11,3; Eph. 1,22; Kol. 1,18). Die Ordnung der Gemeindeleitung, des Dienens und der Gemeindedisziplin ist von Christus selbst festgelegt worden, wie das in der Schrift dargestellt ist. Die Gemeinde wird von den Dienern geleitet, die die biblische Qualifikation haben, welche von den Gemeindemitgliedern durch die Wahl und den Segen mit dem Händeauflegen anerkannt wurde (Apg. 20,28; Eph. 4,11, 1. Tim. 3,1-13; Tit. 1,5-9; 1. Petr. 5,1-5). In der Bibel werden folgende Gemeindediener erwähnt: Presbyter, Pastoren, Episkope, Lehrer, Evangelisten und Diakonen.

Wir glauben, dass die Bibel, wenn die von den Presbytern, Pastoren, Lehrern und Evangelisten spricht, nicht von den unterschiedlichen Machtstufen in der Gemeinde, sondern von den unterschiedlichen Funktionen der Gemeindediener lehrt. Diesen Dienern wird von der Schrift die Verantwortung für die geistliche Fürsorge für die Gemeindemitglieder vor allem durch die treue Predigt des Wortes Gottes und den Gebetsdienst auferlegt[70]. Darüber hinaus führen diese Diener das Herrenmahl, die Taufe, das Gebet über den Kranken[71], die Trauung und auch das Segensgebet mit dem Händeauflegen durch.

Die Diakonen sollen auch die Eigenschaften besitzen, die in der Heiligen Schrift dargestellt sind[72]. Die Hauptaufgabe der Diakonen ist, den Presbytern/Ältesten der Gemeinde jegliche Hilfe in der Erfüllung ihrer Dienste zu leisten, vor allem wird ihnen die Verantwortung für den materiellen Bereich des Gemeindedienstes und die Wohltätigkeit anvertraut.

Der Segen mit dem Händeauflegen (Pastoren, Presbyter, Lehrer, Evangelisten und Diakonen) wird durch die erfahrenen Ältesten der lokalen Gemeinde oder die eingeladenen Ältesten aus anderen Gemeinden nach der Wahl der Gemeinde und der erforderlichen Prüfung durchgeführt[73]. Alle Diener in der Gemeinde tragen die Verantwortung vor allem Christus gegenüber, einander gegenüber, gegenüber dem Ältestenrat und gegenüber der ganzen Gemeinde. Wir glauben, dass beim Vorliegen der biblischen Qualifikation und nach der Wahl seitens der Gemeinde diese Diener als Diener Christi die von Gott bestätigte Macht haben, die lokale Gemeinde zu steuern, zu leiten und zu führen (1 Tim. 5,17-22). Der Ältestenrat oder die Presbyter sind ein Organ, das eine besondere Verantwortung im Bereich der Gemeindeentwicklung und der Sicherstellung der geistlichen Führung in allen Entwicklungs- und Funktionsfragen der Gemeinde trägt. Die Gemeindemitglieder ihrerseits unterordnen sich den Dienern.[74]

Wir glauben, dass Gott die lokale Gemeinde als ein Glied des Funktionsprozesses des Leibes Christi – der universalen Gemeinde - festgelegt hat. Die lokale Gemeinde hat über sich keine sie beaufsichtigende und leitende menschliche Macht von außen. Der Rat der erwählten, biblisch qualifizierten Diener und die Mitgliederversammlung besitzen die Vollmacht, alle Fragen des Gemeindelebens und -dienstes zu lösen.[75]  Eine Einmischung anderer Diener außerhalb der Gemeinde oder anderer Organisationen ist nur als Beratung auf Verlangen der Gemeinde zulässig. Allerdings sollen zwischen den Gemeinden, die in ihren biblischen Standarden übereinstimmen, sowohl die Gemeinschaft gepflegt als auch die Möglichkeiten der gegenseitigen Hilfe bei der Durchführung unterschiedlicher Projekte im Bereich der Evangeliumsverbreitung und Gemeindegründung gefördert werden. Jede lokale Gemeinde bestimmt durch eigene Diener selbst das Maß und die Form der Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden (Apg. 15,19-31; 20,28; 1. Kor. 5,4-7 & 13; 1. Petr. 5,1-4). 

 

Die Gemeindedisziplin

Wir glauben, dass das Wachstum der Gläubigen in der Gemeinde mit Hilfe derer geistigen Ernährung mit dem Wort Gottes[76] und im gegenseitigen Zusammenwirken - das in dem Wort Gottes als Jüngerschaft bezeichnet wird - geschieht (Matth. 28,19-20; 2. Tim. 2,2). Das Leben in der Gemeinde setzt das Zusammenwirken der Gläubigen und auch ihre gegenseitige Verantwortung voraus (Matth. 18,5-14). Die Gemeinde muss die Maßnahmen der Gemeindedisziplin (Verwarnung und Ausschluss aus der Gemeinde) gegenüber den sündigenden Gemeindemitgliedern ergreifen, die keine Buße tun und die Sünde nicht verlassen. Die Disziplinarstrafen werden gemäß der biblischen Definitionen angewendet (Matth. 18,15-22; Apg. 5,1-11; 1. Kor. 5,1-13; 2. Thes. 3,6-15; 1. Tim. 1,19-20; Tit. 1,10-16). Deren Zweck besteht vor allem in der Hilfestellung dem Sündigenden gegenüber zur Buße und Befreiung von der Sünde.[77]

 

Die Geistesgaben

Wir glauben, dass der Hauptzweck der Gemeinde in dem Bekenntnis und der Verherrlichung Gottes (Eph. 3,21), in dem gegenseitigen Erbauen und der gegenseitigen Glaubensstärkung (Eph. 4,13-16) gemäß dem Wort Gottes (2. Тim. 2,2 & 15; 3,16-17) besteht. Außerdem existiert die Gemeinde für die Gemeinschaft der Gläubigen (Apg. 2,47; 1. Jh. 1,3) und zur Erfüllung der biblischen Gebote und Ordnungen (Luk. 22,19; Apg. 2,38-42). Eine der wichtigsten Aufgaben der Gemeinde und eines jeden Gläubigen besteht in der Verbreitung des Evangeliums in der ganzen Welt (Matth. 28,19; Apg. 1,8; 2,42).

Wir glauben, dass zur Erbauung der Gemeinde, zum gegenseitigen Dienst und zur Verherrlichung Gottes ein jeder wiedergeborene Christ von Gott eine bestimmte Geistesgabe bekommen hat (Röm. 12,5-8; 1. Kor. 12,4-31; 1. Petr. 4,10-11). Diese Gaben werden vom Heiligen Geist jedem Christ nach Seinem souveränen Willen zugeteilt.[78] Eine der wichtigsten Aufgaben der Gemeindediener besteht darin, die Gläubigen für einen Dienst vorzubereiten und ihnen zu helfen, ihre Gaben richtig für das allgemeine Erbauen der Gemeinde zu verwirklichen.[79]

Wir glauben, dass die Gaben des Wundertuns, der Fremdsprachen/Zungenrede, der Heilung und der unmittelbaren göttlichen Offenbarung der Frühgemeinde und nur vorübergehend für eine bestimmte Zeit des Zusammensetzens des Neuen Testamentes gegeben wurden. Diese Gaben wurden den Aposteln und den Propheten des Neuen Testamentes gegeben, um die göttliche Autorität der von ihnen verkündigten Botschaft zu bestätigen[80] (2. Kor. 12,12). Mit dem Fortschreiten des Aufschreibens und Zusammensetzens der Bücher des Neuen Testamentes verschwand die Notwendigkeit für diese Gaben.[81]. Heutzutage ist die Bibel das einzige Mittel, um die Wahrhaftigkeit sämtlicher Predigten zu überprüfen, und es besteht kein Bedarf, diese durch irgendein Wunder oder übernatürliche Tat zu bestätigen (Gal. 1,6-9; 1. Kor. 13,8-12). Darüber hinaus warnt die Bibel, dass die wundertätigen Gaben in der letzten Zeit von Satan für die Verführung der Welt benutzt werden[82] (Off. 13,1-14). Alle Geistesgaben, die in der Gegenwart vorhanden sind, haben die Erbauung und Stärkung der Gemeinde zum Ziel (1. Kor. 14,12; Röm. 12,6-8).

Wir glauben, dass es zwar in der Gemeinde keine Menschen gibt, die mit den wundertätigen Geistesgaben ausgerüstet wären, dass dieses aber nicht dagegen spricht, dass Gott auch heute Wunder tut. Gott ist stark, Er heilt die Menschen und tut Wunder auch in unserer Zeit nach seinem Willen als Antwort auf die Gebete Seiner Kinder (Luk. 18,1-6; Jh. 5,7-9; 2. Kor. 12,6-10; Jak. 5,13-16; 1. Jh. 5,14-15).

 

Die Wassertaufe

Wir glauben, dass der Herr Jesus Christus zwei symbolische Zeichen der Gemeinde geboten hat, die die im Leben der Gläubigen verlaufenden Prozesse bezeugen – die Wassertaufe und das Herrenmahl (Apg. 2,38-42). Die Wassertaufe ist die Bekundung des Glaubens an den gekreuzigten, begrabenen und auferstandenen Jesus Christus. Da die Wassertaufe eine Bekundung des persönlichen Glaubens des Täuflings ist, wird sie im bewussten Alter durch das volle Untertauchen vollzogen, was den Bund mit Christus in dem Gestorbensein für die Sünde und dem Auferstandensein für das neue Leben im Gehorsam gegenüber Gott demonstriert (Röm. 6,1-11). Die Wassertaufe ist auch ein sichtbares Zeichen der Zugehörigkeit zu dem Leib Christi – der Gemeinde (Apg. 2,41-42).

 

Das Herrenmahl

Wir glauben, dass das Herrenmahl die Verkündigung des Todes Jesu Christi als Grund für die Rettung jedes Gläubigen ist. Das Feiern des Herrenmahls wird von der Gemeinde bis zum zweiten Kommen Jesu Christi fortgesetzt. Am Herrenmahl nimmt jeder Wiedergeborene im Geist der Demut, der Selbstkontrolle und der Selbsterforschung teil, wobei er über das Opfer Jesu Christi als die Grundlage seiner Rettung nachdenkt (1. Kor. 11,28-32). Außerdem glauben wir, dass das Brot und der Wein, die beim Herrenmahl verzehrt werden, nur Ebenbilder des Leibes und Blutes Christi darstellen und die praktische Teilnahme am Herrenmahl unsere Verbindung mit dem auferstandenen Christus zum Ausdruck bringt. Das Recht am Herrenmahl teilzunehmen wird den wiedergeborenen, geretteten Menschen gegeben, die diese Tatsache durch die Wassertaufe demonstriert haben und im Frieden mit Gott und anderen Gemeindemitgliedern leben (1. Kor. 10,16).